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2018:  45 Jahre kleines spectaculum 

1973 gegründet von Ilsebyll Beutel:
Ich schaue auf die Jahre zurück, die ich „verspielt“ habe. Ich werde viele schöne Vorstellungen und Begegnungen in Erinnerung behalten. Schulkinder, die plötzlich still sitzen konnten und eine Stunde aufnahmefähig und konzentriert zuhörten und zusahen. Kleine Kinder, die nach der Vorstellung weinten; gefragt warum: “Das „Thiater“ soll nicht aufhören; es soll weitergehen“ .Kindergartenkinder, die uns umringen: „wann kommst du wieder?“ Pädagogen, die sagten: “beim kleinen spectaculum“ können wir sicher gehen, dass die Geschichten stimmig sind.“ Veranstalter, die uns jedes Jahr wieder engagierten.

Wir haben gerne für Euch und Sie, für unser Publikum, gespielt!

Das Puppenspiel- oder Figurentheater- ist für mich- nach wie vor- eine wunderbare Theaterform, da sie bildnerische Kunst und darstellende Kunst verbindet zu einem Gesamtkunstwerk und in besonderer Weise die Fantasie anregt!

Aber natürlich gilt Karl Valentis Satz auch: Kunst ist schön; macht aber viel Arbeit!

Dabei denke ich an die Künstlerinnen und Künstler, die unsere Theaterarbeit mit gestaltet haben: bei der Konzeption und bei der Inszenierungsarbeit, auf der Bühne, in der Werkstatt oder im Büro; mit Musik und Ideen, oder Zeichenstift und Papier, mit Nadel und Faden, oder Hammer und Säge, mit Kopf- und Hand-Arbeit. Theater ist immer auch Teamwork,            
deshalb vielen Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Last, but not least: vielen Dank an meinen Mann, Kurt Spöri, der bei vielen Produktionen die Bühne künstlerisch geprägt hat durch seine Ausstattung und auch Figurengestaltung!
Und eine Abbitte an unsere Kinder, Daniel und Anna, die manches Mal zurückstehen mussten hinter der zeitintensiven Theaterarbeit, die uns aber auch inspiriert haben.

Danke an Alle!


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Schorndorfer Nachrichten                        Stuttgarter Zeitung
  


 

2017 das letzte Aufführungsjahr des kleinen spectaculum!     

Weihnachten 2017 klappen wir die Puppenkoffer zu und verabschieden uns von unseren Veranstaltern und von unserem Publikum.

Wir haben gerne für Euch gespielt, für Groß und Klein, für Jung und Alt und besonders für die Kinder im Kindergarten- und Schulalter.

Die Jugendlichen haben bei uns in zahlreichen Kursen Figuren selbst hergestellt und Stücke erfunden. Sie haben ihre Kreativität entdeckt und haben Theater gespielt mit Schauspiel, mit Material, mit Puppen verschiedenster Technik.

Die theaterpädagogischen Workshops für Multiplikatoren in Kinder- Jugend- und Erwachsenen- Einrichtungen waren uns ebenso wichtig und haben Früchte getragen.

Im Januar 1973 habe ich mit „Szenen aus dem Koffer“, einem Solo Marionettenstück für Erwachsene, begonnen. Im Laufe der Jahre wurde uns das Kinderprogramm immer wichtiger.

Verschiedene Mitarbeiter im Puppenspiel (Peter Langenbahn über 9 Jahre) - haben unsere Theaterarbeit mit geprägt. Freie künstlerische Mitarbeiter für Regie, Komposition, Musik, Figurenbau, Bühnenbild, Text und Graphik ergänzten unsere Bühnenarbeit.
Mein Mann, Kurt Spöri, hat maßgeblichen Anteil am Erfolg durch die bildnerische Ausstattung der Theaterstücke. Bei neun von vierundzwanzig Produktionen war er als Figurenbauer tätig. Als Szenograph hat er viele der Inszenierungen mit seinen phantasievollen Bühnenbildern bereichert.

Wir haben in der Arbeitsgemeinschaft der Stuttgarter Puppenspieler, gemeinsam mit Albrecht Roser und Bernhard Wöller, und dem „Verein der Freunde des Puppenspiels“, die Wurzeln für eine starke Puppenszene in Stuttgart gelegt. Von der Liederhalle über den Kursaal Bad Cannstatt über das Institut für Auslandsbeziehungen und das Studio der Landesgirokasse ging es auf der Suche nach einer festen Spielstätte. In den Räumen des ehemaligen „Stuttgarter Marionettentheater“ (Hugo Baierle) gelangten wir im Jahr 1983 ans Ziel. Im Theater unter dem Tagblattturm konnten wir bleiben und das „Stuttgarter Puppentheater“ änderte seinen Namen zu „Stuttgarter Figurentheater“; heute unter FITZ! Zentrum für Figurentheater bekannt.

Mitte Oktober werden wir, meine musikalische Partnerin Ines Fuchs und ich, Abschied nehmen vom FITZ, von seinen engagierten Mitarbeitern, von unseren Kollegen und Kolleginnen und von unserem Stuttgarter Publikum.



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